«

»

Jul 11

Beitrag drucken

Der politische Wille zwischen Fiktion und Wirklichkeit

Es ist immer wieder interessant an zusehen, wie sich unsere Politiker in Gemeinde-, Stadt- oder Landesvertretungen zu Themen äußeren, die in öffentlichen Diskussionsrunde angerissen werden. Konkrete Anfragen von Anwesenden werden in der Regel nicht wiederholt! Somit man kann daraus schließen, dass der Politiker oder auch die Politikerin erst gar nicht versucht die Anfrage zu verstehen. Die Aussage der anfragenden Person mit eigenen Worten zu wiederholten, ist ein Indiz, dass die Anfrage ernst genommen wird und auch mitgenommen werden kann in andere Gremien. Stattdessen werden nur einige Schlüsselbegriffe aus der Anfrage genutzt, um wieder in den eigenen Kontext zugehen und diesen dann als “Werbeblock” ins “Volk” zu drücken.

Das Selbstverständnis politisch handelender Personen sollte am Gemeinwohl ausgerichtet sein. Statt dann auch klare und angreifbare Positionen zu beziehen, werden aus Aussagen getroffen, die man in viele Richtungen interpretieren kann. Man kann es nicht alle Mitbürgern recht machen. Diese Aussage trifft immer den Kern. Politisches Handeln wird aber immer von guten oder schlechten Kompromissen bestimmt. Traurig dabei ist nur, dass unsere Volksvertreter vielen schlechten Kompromissen zustimmen und diese im operativen Geschäft auch tragen, aber ihre Auftraggeber, sprich ihre Wähler, über die geschlossenen Kompromisse nicht oder nur unzureichend oder in einigen Fällen falsch informieren.

Alle politischen Machtspiele in Ehren. Manche Auseinandersetzung bringen auch einen gewissen Pepp ins “Politiker Leben”. Wenn man dann als Politiker an der richtigen Stelle, die richtige Position vertritt, kann das auch einen ganz klaren finanziellen Vorteil bedeuten. Davon kann sich wohl keine Politikerin oder auch Politiker frei sprechen. Daher ist für die politisch korrekte Kommunikation unser Volksvertreter immer wichtiger zu ihrem gesprochen beziehungsweise geschriebenen Wort zu stehen. Sympathisch wird es, wenn dann die politische agierende Person auch ihre Fehler erkennt und diese auch öffentlich einräumt. Dann liegt der Spielball wieder bei uns Wählern.

Nur wenn wir auf lokaler Ebenen zeigen, mit uns ist nicht zu spassen! Wir nehmen unser Kontrollfunktion ernst! Wir stellen immer wieder die ungeliebten Fragen! Wir durchleuchten auch abzuschließende Verträge! Wir bilden uns eine klare Meinung! Fordern die vollständige Information in aktuellen Vorgängen! Wir wiederholen unsere Forderungen! Wir mobilisieren unsere Mitbürgern!

Nur dann können unsere Mitarbeiter, sprich unsere Politiker, wissen, welchen Weg ihre Auftraggeber, sprich ihre Wähler, gehen wollen. Wir stellen klar, wer hier das Geld in der Hand! Stellen klar, das wir die Wahl treffen, wer uns vertritt!

Es ist nur eine kleine Hürde zunehmen! Wir brauchten in jeder Entscheidung eine Mehrheit. Wir müssen uns einig sein! Das heißt, wir als die Gemeinschaft von Arbeitgebern müssen uns klar sein, was wir wollen. Sonst haben wir mal wieder verloren. Die Konsequenz kann nur sein, uns in Arbeitsgruppen, Bürgergruppen, Vereinen oder Interessengruppen zusammen zusetzen, um politische Richtung vorzugeben. Wir brauchen vielen Mitbürger, die sich mit politischen Themen aktiv beschäftigen anstatt lieber in die Ferne zusehen. Nur so haben wir gemeinsam die Chance, wieder in eine lebenswerte und aktive Lebensgemeinschaft zubekommen. Nur zusammen sind wir stark!

Ihr

Peter Heinzel

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.aktivaleben.net/2012/07/der-politische-wille-zwischen-fiktion-und-wirklichkeit/